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02.02.22

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6 Gründe warum du nie wieder einen Cheat Day einlegen solltest

6 Gründe warum du nie wieder einen Cheat Day einlegen solltest

Sechs Tage Diät und ein Schummeltag pro Woche, an dem man sich den ganzen Tag lang gönnt, worauf man gerade Hunger hat: Sehr viele Diäten setzen auf dieses Konzept. Was anfänglich gut funktionieren mag, ist auf Dauer bei vielen zum Scheitern verurteilt. Warum? Weil der Cheat Day im Laufe einer Diät dazu neigt, in den Mittelpunkt zu rücken. Klar, anfangs macht die Diät noch Spaß. Man genießt schnelle erste Erfolge auf der Waage und im Training. Irgendwann ist dann Durchhaltevermögen gefragt – und der Cheat Day ist nicht ganz unschuldig daran, wenn es daran mangelt.

Ein Cheat Day suggeriert Verzicht

Dass der Cheat Day etwas mit Verzicht zu tun haben soll, mag zunächst seltsam klingen. Schließlich ist es der Schummeltag, an dem man weder auf ein Stück Kuchen noch auf die heiß ersehnte Pizza oder Fast Food verzichtet. Das Problem ist eher, dass dieses Cheaten unterbewusst den Eindruck vermittelt, dass man an allen anderen Tagen pro Woche einen Verzicht durchleben muss. Die sechs Diät-Tage, die eigentlich effektiv zur Zielerreichung sind, sind plötzlich Qual. Alles fokussiert sich nur noch auf den Cheat Day und die Tatsache, dass man sich an jedem anderen Tag der Woche die ungesunden Lebensmittel vollständig verbietet – was auch schon zum nächsten Problem führt.

Voller Fokus auf den Sonntag

Der Cheat Day ist für gewöhnlich samstags oder sonntags. Spätestens ab Donnerstag, wenn der erste Diät-Heißhunger der Woche auftritt, denken und planen viele, die eigentlich abnehmen und sich auf gesunde Ernährung konzentrieren möchten, nur noch für den Cheatday. Man überlegt, was man sich alles gönnen könnte und auf welche Cheat Meals man Appetit hat. Vielleicht kauft man sogar schon vorsorglich ein – und denkt ständig voller Vorfreude an all die ungesunden Kalorien. Am Sonntag dann verspürt man fast schon den Zwang, all die Vorräte auch zu essen. Schließlich stehen danach erstmal sechs harte Tage voller Verzicht an. Die Folge: Binge-Eating und eine unkontrollierte Zufuhr von Kalorien, bei der man nicht auf den eigenen Hunger hört. Stattdessen lässt man sich rein von der Lust am Cheatday dazu verleiten, mehr zu essen, als man eigentlich bräuchte. Eine sinnvolle Strategie für langfristigen Erfolg beim Abnehmen ist das definitiv nicht.

Keine Veränderung der Essgewohnheiten

Wer abnehmen möchte und schlank bleiben will, der sollte an sinnvollen Gewohnheiten für eine ausgewogene Ernährung arbeiten. Das kann zum Beispiel eine Mischung aus gesunden Alternativen zu Snacks mit vielen Kalorien und gelegentlichen Cheat Meals sein. Der Vorteil, seinen Cheat-Rhythmus von ganzen Tagen auf einzelne Mahlzeiten umzustellen, liegt darin, dass der Körper sich so an einen mehrheitlich gesunden Ernährungsstil anpasst. Denn wenn es zur Gewohnheit wird, sich jeden siebten Tag mit Fast Food und Co. vollzustopfen und die Kontrolle zu verlieren – was durchaus häufig der Fall ist –, ist der Jojo-Effekt vorprogrammiert. Noch dazu ist es auch für die Psyche nicht gerade gesund: Wer Binge-Eating betreibt und dem Körper viele Kalorien auf einmal zuführt, fühlt sich schnell schlecht – auch am Cheat Day. Die Folge: Das Vollstopfen wird durch viel Training und Kalorienrestriktion kompensiert und der Fokus liegt nicht mehr darauf, dass man sich durch Sport eigentlich gut fühlen und mit dem Cheatday dafür belohnen will, sondern auf der Strafe fürs Schummeln. Keine gute Idee.

Du missachtest dein Körpergefühl

Stell dir vor, du hast donnerstags mit Heißhunger zu kämpfen, dein Cheat Day jedoch ist erst am Sonntag. Macht es da wirklich Sinn, diesen Heißhunger und die Unzufriedenheit über Tage hinweg aufzubauen, um am Sonntag praktisch „umgekehrt“ zu kompensieren? Vielleicht hast du an diesem Sonntag auch gar keine Lust auf einen Cheat Day. Vielleicht hast du aber noch weniger Lust darauf, ihn ausfallen zu lassen und eine ganze Woche auf die nächste Gelegenheit zum Schummeltag für deinen Körper zu warten. Und so entsteht schnell ein Kreislauf, in dem du unter der Woche leidest und dich am Wochenende überisst – ohne auf deinen Körper zu hören.

All or nothing

Die Gefahr: Eine „Ganz oder gar nicht“-Mentalität. Entweder du bist ganz gesund auf Diät – oder du cheatest. Entweder du quälst dich durch die Tage deiner Diät oder du kennst keine Grenzen mehr. Selbst die fittesten Sportler können daran scheitern, sich auch am Cheat Day unter Kontrolle zu halten. Man bezeichnet das auch als „Dammbruchsyndrom“. Ist der Damm erst einmal gebrochen, gibt es kein Halten mehr und eine Egal-Einstellung stellt sich ein – und schlimmstenfalls endet das im Jo-Jo-Effekt.

Fazit: Cheaten gefährdet den Diät-Fortschritt

Je stärker man unter der Woche verzichtet und Heißhunger entwickelt, desto ausgiebiger wird in der Regel der Cheat Day. Die Folge ist, dass das über die Woche hinweg aufgebaute Kaloriendefizit durch einen einzigen Cheat Day wieder zunichte gemacht wird. Man tritt auf der Stelle und ist entweder hungrig oder hat ein schlechtes Gewissen, weil man es mal wieder übertrieben hat.

Die bessere Lösung fürs Abnehmen

Was stattdessen beim Abnehmen hilft? Entwickle ein gutes Körpergefühl und lebe nach dem 80/20-Prinzip. Mit 20% des Aufwands sind 80% der Ergebnisse zu erreichen. Und wer zu 80% clean und gesund isst, kann guten Gewissens 20% cheaten – und zwar genau dann, wenn einem danach ist, unabhängig von einem festen Tag. Mit sinnvoll aufgeteilten Cheat Meals, gesunden Rezept-Alternativen und kalorienarmen Snacks klappt das Gönnen dann auch ohne Cheat Day. Und ohne „Jetzt ist alles egal“-Mentalität.