Warum du mit deinen guten Vorsätzen nicht bis zum 01. Januar warten solltest

9 von 10 Personen scheitern an ihren guten Vorsätzen fürs neue Jahr. Eigentlich nichts Neues. Schlimmer ist hingegen, dass wir es doch jedes Jahr aufs Neue wieder versuchen. Klar. Man sollte ja auch niemals aufgeben. Einmal mehr aufstehen als hinfallen und so. Alles richtig. Aber wusstest du, dass schon Einstein das Wort “Wahnsinn” darüber definierte, immer wieder das Gleiche zu tun und dabei immer unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten!? Ja, die guten Vorsätze sind daher bei 90% aller Menschen einfach nur “Wahnsinn”.

Du hast aber natürlich auch eine andere Wahl: Du könntest zur Abwechslung mal etwas anderes probieren. Sozusagen von “Wahnsinn” zu “verrückt” wechseln. Starte deine guten Vorsätze doch direkt heute noch!

Du möchtest Gewicht verlieren? Starte mit der nächsten Mahlzeit. Du willst früher ins Bett und mehr erholsamen Nachtschlaf abbekommen? Heute ist ein guter Tag damit loszulegen. Du willst mehr Sport treiben? Was hält dich davon ab, genau das heute zu tun?

Bist du dir unsicher?

Viele werden sich jetzt wahrscheinlich denken “Ich weiß auch nicht...was soll denn das?”. Ganz einfach. Wenn du die Motivation heute nicht aufbringen kannst etwas zu starten, was soll sich am 01. Januar ändern?

Du denkst es lohnt sich nicht, jetzt zu starten? Schließlich fällt das dann auch voll in die Zeit der Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmärkte und das möchte man ja schließlich genießen, oder? Dann solltest du dein Vorhaben auch am 01. Januar nicht starten. Denn du möchtest ja auch nächstes Jahr wieder auf den Weihnachtsmarkt. Das würde ja auch bedeuten, dass du das gesamte Jahr über dann umsonst arbeitest, weil du nächstes Jahr im Winter ohnehin wieder alles “zerlegst”, was du dir mühsam aufgebaut hast.

Ein ziemliches Dilemma, nicht wahr? Was aber wäre, wenn du die ganze Sache einfach einmal komplett anders angehst. Wirklich mit Weitsicht…

Beginne in langfristigen Erfolgen zu denken

Es geht gar nicht darum in irgendeiner Weise perfekt zu sein. Es geht darum, die richtigen Entscheidungen zu treffen und sich nicht zu überfordern. Wenn du heute damit beginnst deine guten Vorsätze zu fassen und umzusetzen, bedeutet das nicht, dass du nicht auch die bald anstehende Weihnachtszeit genießen kannst.

Wer aber behauptet dass man während dieser Zeit überhaupt aus dem Ruder laufen MUSS? Du kannst die Leckereien genießen und trotzdem deine Form verbessern. Denn Genuss hat nichts mit Menge zu tun.

Anstatt dein ganzes Leben am 01. Januar vollkommen auf den Kopf stellen zu wollen, beginne doch mit einigen kleinen Änderungen. Denke nicht in “12 Wochen Challenges”. Denke in “Nächstes Jahr um diese Zeit bin ich einen Schritt weiter als heute”.

Mit Mini Steps zum Erfolg

Denke bitte an deine letzte Trainingseinheit, bei der du Kniebeugen gemacht hast (oder eine andere intensive Übung). Denkst du, du würdest es in der nächsten Woche schaffen, 500g mehr auf die Hantel zu legen? Ja? Übernächste Woche auch? Sehr gut. Denn das würde bedeuten, dass du heute in einem Jahr 25-30kg mehr auf der Hantel hast. Ist das nicht ein hervorragender Fortschritt?

Was aber wäre passiert, wenn du gleich heute 25kg mehr auf die Hantel gelegt hättest. Du wärst gescheitert. Und genau so wird es auch mit den neuen Vorsätzen sein. Wann immer du dich überforderst, wirst du wenig oder keinen Erfolg haben und eher früher als später daran scheitern. Mit kleinen Schritten in die richtige Richtung, kommst du jedoch dort an, wo du hin möchtest.

Zerlege deine großen Ziele in einzelne Puzzleteile

Definiere im ersten Schritt dein Ziel. Was genau möchtest du erreichen? Beschreibe Inhalt und Ausmaß. Überlege dir dann, was du alles dafür tun kannst, um dieses Ziel zu erreichen? Du könntest vielleicht mehr Sport machen. Weniger Süßigkeiten essen. Keine Limonade mehr trinken usw.

All das sind deine Puzzleteile zum Erfolg. Beginne nun damit, mit einem einzigen Puzzleteil zu starten. Konzentriere dich so lange nur darauf, bis es dir in Fleisch und Blut übergegangen ist. Mindestens jedoch über drei Wochen. Hast du es geschafft, weniger als 20% der Tage zu “failen” und niemals an zwei Tagen hintereinander, dann bist du bereit für das nächste Puzzleteilchen. Und so ziehst du das Ganze durch, bis irgendwann dein fertiges Puzzle vor dir liegt. Dazu benötigt es keine guten Neujahrsvorsätze.

Bild-Quelle: Fotolia.com

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