Kollagen - die neue Wunderwaffe beim Muskelaufbau!?

Gelatine oder das darin enthaltene Kollagen haben einen eher schlechten Ruf in der Fitnessbranche. Kein Wunder. Denn Jahrzehnte lang wurde uns hier erzählt, dass Kollagene praktisch „Schlachtabfälle“ seien mit einer biologischen Wertigkeit von 0. Denn hier fehlt im Protein (Kollagene sind Proteine) eine entscheidende essentielle Aminosäure. Und sobald eine essentielle Aminosäure im Protein fehlt, fällt die biologische Wertigkeit faktisch auf ein Mindestmaß. Die biologische Wertigkeit gibt uns jedoch Hinweise darauf, wie gut ein Nahrungsprotein vom Körper aufgenommen und verstoffwechselt werden kann. Oder einfach ausgedrückt, wie gut der Körper das Protein nutzen kann um körpereigene Proteinstrukturen wie etwa Muskelmasse aufzubauen. Mit dem Wissen, Kollagen hat die niedrigste biologische Wertigkeit, wird diese Proteinart von Fitnesssportlern die Muskeln aufbauen möchten in der Regel gemieden. Doch das könnte der Fehler sein!

Wie sich herausgestellt hat, ist es ein Peptid, das hier den Unterschied macht. Genau genommen das Hydroxyprolylglycin. Und Glycin ist eine Aminosäure, die reichlich im Kollagen vorkommt. Und dieses Hydroxyprolylglycin ist nun in der Lage, den Muskelaufbauprozess anzuregen. Es werden verschiedene anabole Signalwege im Muskel angeregt, was zu einem schnelleren Muskelaufbau führt.

Für die Praxis bedeutet das, dass Kollagen eben nicht das nutzlose Protein ist, welches zum Muskelaufbau nicht verwendet werden kann, sondern vielmehr vielleicht einen deutlich anaboleren Effekt aufzuweisen hat, als viele andere Nahrungsproteine. Es scheint daher sinnvoll zu sein, Kollagenpeptide mit Proteinquellen mit hohem Anteil an essentiellen Aminosäuren zu kombinieren. Beispielsweise mit einem hochwertigen Whey Protein. Doch eines muss natürlich auch klar sein. Bei all den Spekulationen über das korrekte Eiweiß, Training nicht vergessen!

 

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