6 Gründe warum du nie wieder einen Cheat Day einlegen solltest

Sechs Tage Diät und ein Schummeltag pro Woche. Der Klassiker. Sehr viele Diätkonzepte setzen auf dieses Schema. Und was anfänglich gut funktionieren mag, ist auf Dauer meistens zum Scheitern verurteilt. Warum? Weil der Cheat Day mit zunehmender Diätdauer immer mehr in den Mittelpunkt der Diät rückt. Zu Beginn macht die Diät noch Spaß. Man genießt den Erfolg auf der Waage und im Spiegel. Irgendwann wird das Ganze aber härter. Das Durchhaltevermögen wird immer stärker beansprucht. Und der Cheat Day ist daran nicht ganz unschuldig.

Ein Cheat Day suggeriert Verzicht

Das mag zunächst seltsam klingen. Darf man doch am Cheat Day endlich schummeln. Das Problem ist eher, dass das Schummeln am Cheat Day unterbewusst den Eindruck vermittelt, dass man an sechs Tagen pro Woche einen Verzicht durchleben muss. Die sechs Diättage, die eigentlich effektiv zur Zielerreichung sind, sind plötzlich Qual. Alles fokussiert sich nur noch auf den Cheat Day. Was auch schon zum nächsten Problem führt.

Voller Fokus auf den Sonntag

Der Cheat Day ist für gewöhnlich samstags oder sonntags. Und spätestens ab Donnerstag, wenn der erste Diät-Heißhunger der Woche auftritt, denkt und plant man nur noch für den Cheat Day. Man überlegt sich, was man alles essen könnte und worauf man Lust und Appetit hat. Vielleicht kauft man sogar schon vorsorglich ein. Das führt dazu, dass man am Sonntag fast schon den Zwang verspürt, jetzt all das Zeug essen zu müssen. Denn nun stehen ja wieder sechs Tage Qual und Verzicht an. Keine gute Strategie für langfristigen Erfolg. Und für den nächsten Punkt schon gar nicht.

Keine Veränderung der Essgewohnheiten

Wer abnehmen möchte und schlank bleiben will, der sollte an seiner Gewohnheit arbeiten. Das ist essentiell. Wenn es aber zur Gewohnheit wird, sich jeden siebten Tag vollzustopfen und die Kontrolle zu verlieren – was durchaus häufig der Fall ist – dann geht das Konzept nach hinten los. Denn das ist eine äußerst schlechte Angewohnheit. Genau genommen ist das ein Verhalten, wie es auch bei vielen Essstörungen zu beobachten ist: Vollstopfen und durch viel Sport und Kalorienrestriktion kompensieren. Keine gute Idee.

Du missachtest dein Körpergefühl

Was wenn du donnerstags mit Heißhunger zu kämpfen hast, dein Cheat Day jedoch erst am Sonntag ist. Was dann? Macht es wirklich Sinn, sich jetzt zusammenzureißen um dann am Sonntag praktisch „umgekehrt“ zu kompensieren? Was vor allem, wenn du am Sonntag gar keine Lust auf einen Cheat Day hast? Die wenigsten werden ihn dann ausfallen lassen. Denn die nächste Schummelmöglichkeit bietet sich erst wieder sieben Tage später. Dann leidest du unter der Woche und stopfst dich am Wochenende voll. Vollkommen ohne dein Körpergefühl zu beachten. Das führt unweigerlich zum nächsten Problem…

All or nothing

Du wirst schnell in eine „ganz oder gar nicht“ Mentalität verfallen. Entweder du bist auf Diät oder du cheatest. Entweder du quälst dich durch die Diät oder du kennst keine Grenzen mehr. Die wenigsten Sportler schaffen es, sich auch am Cheat Day unter Kontrolle zu halten. Man bezeichnet das auch als „Dammbruchsyndrom“. Ist der Damm erst einmal gebrochen, gibt es kein Halt mehr. Dann regiert die „Jetzt ist ohnehin alles egal“-Einstellung. Mit dem Ergebnis dass immer mehr und mehr und mehr gegessen wird.

Man zerstört sich die Ergebnisse

Je stärker man unter der Woche leiden muss, desto ausgiebiger wird in der Regel auch der Cheat Day. Mit der Folge, dass das über die Woche hinweg aufgebaute Kaloriendefizit dann durch das fehlerhafte Verhalten eines einzigen Cheat Days wieder zunichte gemacht wird. Man tritt auf der Stelle und ist entweder hungrig oder hat ein schlechtes Gewissen, weil man es mal wieder übertrieben hat.

Die bessere Lösung

Entwickle ein gutes Körpergefühl und lebe nach dem 80/20-Prinzip. Mit 20% des Aufwands sind 80% der Ergebnisse zu erreichen. Und wer 80% clean isst, kann auch 20% cheaten. Und zwar genau dann, wann man möchte. Unabhängig von einem einzelnen festgelegten Tag. Man sollte dabei nur bedenken dass „Jetzt ist alles egal“ praktisch nie wirklich sinnvoll ist.

 

Bild-Quelle: Fotolia.com

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